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Schulprogramm

Die Schule des Zweiten Bildungsweges „Heinrich von Kleist“ der Stadt Potsdam wurde am 01. August 2007 errichtet. Sie ist aus dem ehemaligen Potsdam-Kolleg Teltow und der ehemaligen Abendschule „Heinrich von Kleist“ der Stadt Potsdam hervorgegangen.

Sie ist eine Bildungseinrichtung für Erwachsene in Trägerschaft der Stadt Potsdam, die alle bundes- und landesweit möglichen Bildungsgänge des Zweiten Bildungsweges anbietet.

Unsere Schule arbeitet in einem Haus mit langer Schultradition. Die Große Stadtschule Grande École wurde 1739 vom preußischen König Friedrich Wilhelm I. als Lateinschule gegründet und wurde seitdem immer als Schule genutzt, so als Lyzeum, als Gymnasium, als Mädchenschule, als Polytechnische Oberschule und von 1991-1999 als Grundschule. Seit 2001 beherbergte das Gebäude die Heinrich-von-Kleist-Abendschule. Der wohl berühmteste Schüler der Grande École Heinrich von Kleist bereitete sich hier als Erwachsener von 1798-99 auf sein Studium in Frankfurt/Oder vor. Für uns ist es Inspiration und Verantwortung zugleich, dass unsere Schule den Namen dieses national und international anerkannten Dichters trägt.

Gegenwärtig lernen etwa 500 Studierende in der Zeit von 08.00 – 22.00 Uhr an der Schule.

Bildungsgänge

Die Schule des Zweiten Bildungsweges richtet sich an Erwachsene, die einen höheren Schulabschluss anstreben. Die Zugangsvoraussetzungen sind in der ZBW-Verordnung (vom 06. Juli 1998, in der Fassung vom 14. Mai 2008) geregelt. Ein großer Teil der Studierenden ist berufstätig.

Folgende Bildungsgänge gibt es:

1. Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in Vollzeitform (Unterricht am Tag)

2. Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in Teilzeitform (Unterricht am Abend)

3. Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb des Realschulabschlusses/der Fachoberschulreife (In diesem Bildungsgang können auch der Hauptschulabschluss / die Berufsbildungsreife bzw. der erweiterte Hauptschulabschluss /die Erweiterte Berufsbildungsreife erworben werden. Unterricht am Nachmittag und Abend)

Die Bildungsgänge zum nachträglichen Erwerb der allgemeinen Hochschulreife gliedern sich in eine zweisemestrige Einführungsphase und eine viersemestrige Hauptphase. Nach vier Semestern kann der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben werden. Der Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb des Realschulabschlusses/der Fachoberschulreife dauert je nach vorhandenem Schulabschluss zwei oder vier Semester.

Leitbild

Ziel der Schule ist die Förderung unserer Studierenden durch einen zielgruppenorientierten Unterricht, in dem neben der Allgemeinbildung auch Hilfen zur Persönlichkeitsentfaltung, zur Berufswegvorbereitung und zur Optimierung des Lernens im Hinblick auf lebenslanges Lernen gegeben werden. Eine besondere Bedeutung dabei hat die Abschlussorientierung des Unterrichts. Während in der Sekundarstufe I die Vorbereitung auf die Berufstätigkeit eine wichtige Rolle spielt, ist das Ziel in der Sekundarstufe II die Herstellung der Studierfähigkeit. Diese beiden Ziele unter einem Dach zu erreichen, stellt hohe Anforderungen an die Lehrkräfte.

Ein großer Teil unserer Studierenden hat den ersten Bildungsweg ohne einen weiterführenden Schulabschluss verlassen und nutzt durch den Besuch der Schule des Zweiten Bildungsweges die Möglichkeit zur schulischen Fortbildung. Die Studierenden haben vielfach erkannt, dass ein weiterführender Schulabschluss die persönliche Entwicklung und das damit verbundene berufliche Fortkommen bzw. den Beginn einer Ausbildung fördert. Darum soll es ein erstes Anliegen aller am Schulleben Beteiligten sein, unsere Studierenden auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss und einer neuen Bildungs- und Karriereplanung jede mögliche Unterstützung zu geben.

Grundsätze des Zusammenlebens und Lernens sind dabei von Seiten der Studierenden Zuverlässigkeit, die regelmäßige Teilnahme an Lehr- und anderen schulischen Veranstaltungen, die Sicherstellung der Bewertbarkeit, die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit im Unterricht und die Bereitstellung der zur Mitarbeit notwendigen Materialien.

Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule ermöglichen einen schülerorientierten Unterricht, der erwachsenengemäß gestaltet ist und auf Vorerfahrungen und Vorkenntnisse der Studierenden eingeht. Sie wählen Unterrichtsmethoden, die die unterschiedlichen “Eingangskanäle” der Studierenden berücksichtigen, um bei einem den abschlussbezogenen Standards entsprechenden Anforderungsniveau möglichst vielen zu einem Lernerfolg zu verhelfen. Besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung der Methoden-, Fach- und Medienkompetenz gelegt.

Ein wichtiges Ziel ist der Erwerb von Sach- und Methodenkompetenzen beim Umgang mit der deutschen Sprache zum Zweck der aktiven sprachlichen Qualifizierung und ästhetischen Bildung. Weitere wichtige Schwerpunkte sind eine fundierte Gesundheits- und Umwelterziehung.

Durch fachliche und pädagogische Weiterbildung tragen die Lehrerinnen und Lehrer selbst dazu bei, ihr Wissen zu aktualisieren und im Sinne des Leitbildes der Schule fortlaufend zu optimieren.

Alle am Schulleben Beteiligten verpflichten sich dazu, auftretende Probleme in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung und gewaltfrei zu lösen. Dabei gilt es als selbstverständlich, dass jeder, ungeachtet seines Geschlechts, seiner Nationalität, seiner gesellschaftlichen Herkunft und seiner Religion, absolut gleichberechtigt ist. Ziel ist die Gestaltung eines weltoffenen Schulklimas mit kultureller Vielfalt und Aktivitäten internationaler Zusammenarbeit.

Unser Ziel ist es, die Schule als angstfreien Raum mit stilvoller Schulkultur zu erhalten und zu entwickeln. Wir wollen unsere Institution im Zentrum Potsdams als einen integrierten Bildungs- und Kulturstandort profilieren.

Verwirklichung des Leitbildes

Ausgangslage

Im Zweiten Bildungsweg verfügen die Studierenden bereits über ein breites Spektrum an Lernerfahrung, müssen jedoch neu an das Lernen herangeführt werden. Teilweise sind nur wenige Vorkenntnisse vorhanden. Andererseits sind durch Berufserfahrung die Vorkenntnisse teilweise so hoch, dass der Unterricht nur partiell darüber hinausgeht. Den Studierenden mit diesen unterschiedlichen Voraussetzungen werden durch den erwachsenenpädagogischen Unterricht die Möglichkeiten gegeben, ihre Fähigkeiten einzubringen und gewinnbringend für alle auszubauen. Hinzu kommt, dass in den Klassen und Kursen Studierende unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer Bedingungen zusammen arbeiten. Dies ist aber auch eine besondere Chance, da so vielfältige Lebenserfahrungen ausgetauscht werden können und ein Beitrag zur Entwicklung der Sozialkompetenz geleistet wird.

Alle Lehrkräfte verfügen über die erforderliche Lehrbefähigung für den Einsatz in der gymnasialen Oberstufe und Erfahrungen im Zweiten Bildungsweg. Die Absicherung des Fachunterrichts in allen Fächern ist damit in beiden Sekundarstufen gewährleistet.

Im Gebäude befinden sich 6 große Unterrichtsräume, 3 kleinere Unterrichtsräume für den Kursunterricht, 3 naturwissenschaftliche Fachräume mit 2 Sammlungsräumen, ein Kunstfachraum, ein Fachraum für Informatik (17 PC) und ein Medienraum (15 PC). Dieses Raumangebot ist zur Absicherung des Unterrichts in allen Bildungsgängen der Schule ausreichend.

Besonderer Wert wird auf die Ausstattung mit Medien gelegt. Diese wird durch den Medienentwicklungsplan pädagogisch begleitet. Die Ausstattung mit Medien wird ständig dem Stand der Technik angepasst.

Die Bibliothek steht Studierenden und Lehrkräften zur individuellen Nutzung zur Verfügung.

Für den Aufenthalt in Pausen und Freistunden steht den Studierenden ein Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Die Liegenschaft verfügt über einen neu gestalteten Schulhof, der als Pausen- und Veranstaltungsort genutzt wird.

Umsetzung

An der Umsetzung des Leitbildes arbeiten alle Mitglieder der Schulgemeinschaft gemeinsam.

Der Unterricht ist ausgerichtet auf die Erlangung von Schulabschlüssen der entsprechenden Bildungsgänge.

Für Studierende mit noch zu geringen Vorkenntnissen werden in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch Förderstunden angeboten.

Wir befördern demokratische Mitwirkung über die Gremien der Studierenden und Lehrenden und betrachten die Bereitschaft und Fähigkeit dazu als wichtige zu entwickelnde soziale Kompetenz.

Jeder Studierende wird von einer Beratungslehrkraft betreut, die ihn bei Entscheidungen zur Schullaufbahn und im täglichen Schulleben unterstützt.

Dabei wird die Entwicklung des Unterrichts und des Schullebens und seiner Organisation durch einen offenen Dialog unter selbstkritischer Reflexion aller Beteiligten gewährleistet. Daraus ergeben sich die Notwendigkeit der regelmäßigen Auswertung (Evaluation) zur Umsetzung sowie eine stetige Fortschreibung unseres Schulprogramms.

Der Lernprozess unterliegt einer wissenschaftspropädeutischen Ausrichtung, indem er auf die methodische Bewusstmachung und Gestaltung vonseiten der Studierenden drängt und hier den individuellen Lernprozess auf der einen und das kooperative Lernen auf der anderen Seite fördert.

Die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch, Geschichte, Biologie werden durchgängig als Leistungskursfächer angeboten.

In allen Fächern wurden schulinterne Rahmenpläne erarbeitet, um erwachsenenpädagogische Akzente setzen zu können.

Die einzelnen Fächer setzen folgende Schwerpunkte bei der Umsetzung des Leitbildes:

Fremdsprachen: Im Fremdsprachenunterricht gilt es vor allem in der Einführungsphase, die unterschiedlichen fachlichen Voraussetzungen der Studierenden zu berücksichtigen.

Für Studierende ohne Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache wird Anfangsunterricht in Französisch oder Russisch erteilt.

Die im Unterricht behandelten Themen und Texte werden nach erwachsenenspezifischen Gesichtspunkten ausgewählt.

Die Entwicklung interkultureller Handlungsfähigkeit ist eine fachübergreifende Aufgabe der Schule. Zu ihrer Erreichung ist der Erwerb von Fremdsprachen eine entscheidende Voraussetzung. Da moderner Fremdsprachenunterricht sich der Maxime der kommunikativen Kompetenz verpflichtet hat, stellt er eine solide Vorbereitung direkter Kontakte dar.

So können die im Unterricht erworbenen Fremdsprachenkenntnisse in einer international attraktiven Stadt wie Potsdam unmittelbar angewendet werden.

Die Fremdsprachen leisten nicht nur einen besonderen Beitrag zu Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer der Studierenden, z.B. durch Vokabellernen und stereotype Übungen, sondern sie schärfen darüber hinaus in besonderer Weise das Bewusstsein für kulturelle und sprachliche Spezifika und leisten einen wichtigen Beitrag zu interkulturellem Lernen.

Zur Realisierung dieses Ziels tragen sowohl Kursfahrten als auch regelmäßig stattfindende Austauschbegegnungen mit der französischen Fachhochschule für Tourismus in Périgueux bei.

Der Unterricht geht auf multikulturelle Besonderheiten und Studierende mit Migrationshintergrund ein und nutzt deren Erfahrungen.

Bei Projekten wird fächerübergreifend gearbeitet, indem z.B. Ergebnisse anderer Projekte in die Fremdsprachen bzw. fremdsprachliche Texte ins Deutsche übersetzt werden.

Deutsch

Im Mittelpunkt stehen der Erwerb von Fachkompetenzen im Umgang mit der deutschen Sprache, die Entwicklung von eigenen Lernstrategien und deren Bewusstmachung. Sie dienen hier insbesondere dazu, die Studierenden auf die sprachlichen Anforderungen einer beruflichen Ausbildung vorzubereiten und zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Eine besondere Bedeutung kommt der Projektarbeit innerhalb des Faches, aber auch über die Fachgrenzen hinaus zu (Gestaltung von Ausstellungen, Theaterprojekten, Lesungen).

Die Offenhaltung der verschiedenen Themenfelder des Rahmenlehrplanes ermöglicht eine Auswahl von literarischen und pragmatischen Stoffen, die sich deutlich am konkreten Unterrichtsziel, am Ausbildungsstand und an den Interessen junger Erwachsener orientieren können.

So setzen sich die Studierenden mit Fragen der Literaturgeschichte und –theorie, mit Gattungstheorie, mit für die Literatur wichtigen philosophischen, ethischen, politischen und gesellschaftlich relevanten Problemen auseinander, lernen dabei verschiedene literarische Werke aus unterschiedlichen Epochen und programmatische Schriften kennen und setzen sich selbst dazu in Beziehung. Auch im Fach Deutsch gewinnen der Umgang mit neuen Medien und der sich dadurch erweiternde Textbegriff immer mehr an Bedeutung.

Mathematik / Physik / Informatik

Die Entwicklung von Methoden-Kompetenzen zum Weiterlernen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich mit dem Verweis auf die aktuell wachsende Bedeutung technischer Berufe und naturwissenschaftlich-technischer Studienrichtungen steht im Mittelpunkt. Dazu gehören folgende Fähigkeiten: Die Teamfähigkeit ist im Informatikunterricht und beim Experimentieren im Physikunterricht besonders gut zu entwickeln. Bei Problemlösungen werden verschiedene Lösungsstrategien angewendet und erarbeitete Ergebnisse eingeschätzt und selbst kontrolliert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Kompetenzen im Umgang mit moderner Computertechnik.

Die Kompetenzen zum wissenschaftlichen Arbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern entwickelt.

Politische Bildung / Geschichte / Geografie /Philosophie

Zur Bewältigung gegenwärtiger und künftiger Entscheidungssituationen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ist die Aneignung von grundlegenden Fach- und Arbeitsmethoden notwendig. Die Zielsetzung der Fächer verlangt in besonderem Maße die Fähigkeiten zur eigenständigen Wahrnehmung und Aufarbeitung von Problemstellungen, zur kriterienorientierten, rationalen Urteilsbildung, zum Denken in Alternativen und zur politischen Beteiligung.

Fachspezifische Deutungs-, Analyse-, Methoden-, Urteils- und Orientierungskompetenzen müssen erworben und umgesetzt werden, umgesetzt werden, um selbstständiges Urteil, kritisches Gegenwarts- und Geschichtsbewusstsein zu fördern und zu entwickeln. Daraus ergibt sich die zentrale Kompetenz im Fach Geschichte – reflektiertes historisches Erzählen durch die Formulierung von sinnbildlichen Darstellungen (Narration) von Geschichte sowie durch das Analysieren und Beobachten von historischen Sachverhalten.

Als Integrationsfach orientiert sich die Politische Bildung an der Politologie, der Soziologie der Ökonomie sowie an zeitgeschichtlichen Betrachtungsweisen und aktuellen politischen Ereignissen. Sie strebt einen Lernprozess an, der den Studierenden hilft, ihren eigenen gesellschaftlichen Standort und ihre Interessen besser zu erkennen und eine auf Sachkenntnissen beruhende politische Urteilsfähigkeit zu erreichen.

Raumanalyse, Raumorientierung, Raumverständnis, Raumbewertung und Raumbewusstsein sind die miteinander verbundenen Kompetenzbereiche im Geographieunterricht. Dies schließt die Analyse von Karten, Diagrammen und das Beurteilen von Raumstrukturen wie auch gleichermaßen das Diskutieren sozialer, ökonomischer und politischer Konflikte mit Ausblick auf deren Auswirkungen in der spezifischen Entwicklung von Räumen ein.

Kunst

Der Kunstunterricht orientiert auf lebenslanges Lernen und bezieht Erfahrungen der Studierenden aus ihrer Arbeits- und Lebenswelt in die Unterrichtsgestaltung ein. Dabei ist es den Studierenden möglich, ihre eigenen Lebenserfahrungen bildnerisch umzusetzen und zu verarbeiten.

In der Auseinandersetzung mit Kunst, Alltagskultur und den visuellen Phänomenen der Medienwelt entwickeln die Lernenden Fähigkeiten zur verständnisvollen und gestaltenden Teilhabe am kulturellen Erbe. Dabei wird die Einbeziehung aktueller Kunstströmungen, Bauvorhaben und Ausstellungen gefördert. Durch die Zusammenarbeit mit Künstlern, erhalten die Studierenden Einblick in deren Arbeits- und Lebenswelt.

Der Kunstunterricht bietet vielfältige Möglichkeiten der inhaltlichen Verknüpfung mit anderen Fächern. Dies erfolgt durch Kunstreisen, im Rahmen von Projekten und durch die regelmäßige Vorstellung von Arbeitsergebnissen aus dem Fach selbst, sowie die Unterstützung der Präsentation anderer Fächer.

Die erworbenen Kompetenzen ermöglichen es den Studierenden, ihre weitere Berufs- und Studienplanung aktiv zu gestalten.

Biologie / Chemie

Großer Wert wird auf die Erlangung naturwissenschaftlicher Kompetenzen (Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Reflexion, Kommunikation) und das Erreichen der abschlussorientierten Standards gelegt.

Erwachsenenspezifische Themen müssen eine stärkere Rolle spielen, als in den Rahmenlehrplänen (RLP) des ersten Bildungsweges angegeben. Deswegen werden die Inhalte der RLP in den schulinternen RLP konkretisiert und an die Bedürfnisse Erwachsener angepasst.

Die Breite der Fachwissenschaften und ihr hoher Wissensstand erfordern für den Unterricht eine Reduktion der Inhalte. Biologischen und chemischen Phänomenen liegen Prinzipien zugrunde, die sich als Basiskonzepte beschreiben lassen. Diese Basiskonzepte helfen in Verbindung mit den zu entwickelnden Kompetenzen den Studierenden bei der Erschließung fachlicher Sachverhalte und bei der Nutzung naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten zur Erklärung der Phänomene des Lebens. Sie ermöglichen kumulatives und vernetztes Lernen sowie eine Orientierung und Problembewältigung in einer Welt mit ständig neuen Erkenntnissen und Herausforderungen. Sie dienen dem Verständnis von Wechselbeziehungen auf unterschiedlichen Systemebenen sowie der Reflexion erworbener Kenntnisse über die Natur.

Der Unterricht erfolgt in beiden Sekundarstufen projektorientiert. Hierdurch werden ein hohes Maß an Methoden- und sozialer Kompetenz aber auch anwendungsbereites Wissen erworben.

So werden Praktika in Gruppen durchgeführt und die Ergebnisse gemeinsam verteidigt. Einzelne Unterrichtssequenzen werden in Projektgruppen erarbeitet, aufbereitet und die Ergebnisse der Arbeit mit modernen Methoden präsentiert.

Zusätzlich gibt es Unterricht in Form von Projekten. Hierbei arbeiten Studierende fächer- und jahrgangstufenübergreifend zusammen. Hier können besonders auch die Erfahrungen der Studierenden aus ihrem Berufsleben genutzt werden.

Neben einmalig durchgeführten Projekten gibt es auch solche, die regelmäßig durchgeführt werden. Die Studierenden eines Jahrganges bauen dabei auf die Ergebnisse der vorangegangenen Jahre auf.

Solche Projekte sind z.B.:

  • „Lebensraum Hochwasser“: Ökologische Untersuchungen an der ökologischen Station Gülpe der Universität Potsdam
  • Chemische Show-Experimente
  • Teilnahme an fachspezifischen Wettbewerben

Diese Projekte stellen auch einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit der Schule dar.

Zur Berufswegvorbereitung dienen die in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur angebotenen Informationsveranstaltungen, deren Schwerpunkt in der Sekundarstufe I eine Berufsberatung und in der Sekundarstufe II eine Studienberatung ist.

Außerunterrichtliche Aktivitäten

Neben den unmittelbar mit dem Unterricht verknüpften Projekten bietet die Schule auch außerunterrichtliche Bildungsmöglichkeiten, insbesondere in einer Theater-AG an. Hier erfolgt ein die Jahr- und Bildungsgänge übergreifendes Miteinander, bei dem mittels theatermethodischer und –praktischer Arbeit kreative, kommunikative und soziale Kompetenzen gefördert werden. Eigene Inszenierungen und Aufführungen fördern die Identifikation der Studierenden mit der Schule und leisten wie die gesamte Projektarbeit auch einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit.

Unterstützt werden viele Projekte vom Verein der Freunde und Förderer der Schule des Zweiten Bildungsweges „Heinrich von Kleist“ e.V. Potsdam. Dieser versteht sich als materieller und immaterieller Förderer für die Entwicklung eines erwachsenengemäßen Bildungsstandortes, indem er zusätzliche Bildungsangebote, Kulturveranstaltungen und Beratungen anbietet und sich für den Erhalt des Bildungsstandortes „Große Stadtschule“ engagiert. Darüber hinaus vernetzt der Förderverein Menschen, die sich der Philosophie des Zweiten Bildungsweges verbunden fühlen.

Fest zur Eröffnung des neuen Schuljahres für alle Studierenden der Klassenstufen 9 – 13

Nach Bekanntgabe der organisatorischen Belange durch die Beratungslehrer in den einzelnen Klassen und Gruppen treffen sich alle Studierenden auf dem Schulhof, um in zwanglos heiterer Atmosphäre erste Kontakte untereinander bzw. erneut Kontakte nach den Sommerferien zu knüpfen.

Das Fest zu Eröffnung wird vom Verein der Freunde und Förderer der Schule des Zweiten Bildungsweges „Heinrich von Kleist“ e.V. Potsdam ausgerichtet.

Großer Wert wird bei dem Fest auf niveauvolle kulturelle Beiträge zur Erbauung der Anwesenden, auf einen liebevoll geschmückten Hof und auf kulinarische Angebote gelegt.

Das Eröffnungsfest versteht sich als erste Visitenkarte für das Lernen an unserer Schule. Ehemalige Studierende und Gäste sind herzlich eingeladen.

Weihnachtsfeier

Zwei Tage vor Beginn der Weihnachtsferien organisieren Studierende der Jahrgangsstufe 11 mit ihren Beratungslehrkräften eine Weihnachtsfeier für den Tages- und Abendbereich, die in den Abendstunden stattfindet.

Eine besondere Herausforderung stellt dabei wiederum eine originelle bzw. festliche Ausschmückung unseres Schulgebäudes dar, da vorbeikommende Potsdamer und Touristen aufgrund der Lage und Ausstrahlung unserer Schule besonders zu Weihnachten gerne einen Blick „ins Innere“ werfen.

Die Schultheatergruppe, kreative Aktivitäten unserer Studierenden und junge Bands aus der Stadt, die bereit sind, ihr Können zu präsentieren, tragen zur Beliebtheit des Festes bei.

Schuljahresabschlussfest

An einem von der Schulleitung festgelegten Termin organisieren die Studierenden der Jahrgangsstufen 10 und 12 einen letzten Abend, der als Übergang von den anstrengenden Schulwochen in die Ferien verstanden werden will.

Häufig hatten wir das mit unserer Schule kooperierende Theater „Marameo“ in dieser Zeit zu Gast, welches zu Proben oder zur Premiere einlud. Ein andermal stand eine Band im Zentrum des Vergnügens, auch Schriftstellerlesungen fanden viele interessierte Zuhörer.

Hier eröffnen sich auch Chancen etwa zur Eröffnung von Ausstellungen, deren Exponate in den Sommerferien von Potsdamern und Gästen der Stadt betrachtet werden könnten.

Für eine informative Präsentation unserer Schule in der Öffentlichkeit sorgt die Homepage der Schule, die von einer ehemaligen Studierenden eingerichtet wurde und mit Unterstützung der Schule gepflegt wird.

Kooperationspartner:

Die Schule arbeitet mit folgenden Partnern zusammen:

  • Gläsernes Labor Berlin-Buch
  • Naturkundemuseum Potsdam
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam, Ökologische Station Gülpe
  • Hasso-Plattner-Institut (HPI)
  • Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
  • Sanierungsträger Potsdam
  • Amt für Denkmalpflege Potsdam • Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
  • Theater Marameo
  • Hans-Otto-Theater Potsdam
  • Stiftungsbuchhandlung Potsdam
  • Buchhandlung Internationales Buch Potsdam
  • Agentur für Arbeit
  • Waschhaus Potsdam gGmbH
  • Brandenburgisches Literaturbüro e.V.
  • Lepsius-Verein Potsdam

Schulpartnerschaften:

  • Weiterbildungskolleg Köln
  • Fachhochschule für Tourismus in Périgueux (Frankreich); Institut Universitaire de Technologie, Département C.S., Développement Touristique

Bundesweite Vernetzung und Kooperation:

Unsere Schule ist Mitglied in den Bundesringen der Kollegs und der Abendgymnasien. Im letzteren stellen wir mit der Schulleiterin Frau Dr. Angela Hoffmann den Bundesvorsitz.

Beratungs- und Fortbildungsbedarf

Die Fachwissenschaften entwickeln sich so schnell, dass die regelmäßige Teilnahme der Lehrenden an Fortbildungsveranstaltungen notwendig und selbstverständlich ist.

Da zunehmend Studierende mit besonderen Problemlagen unsere Schule besuchen, müssen hier die Kompetenzen der Lehrkräfte besonders gestärkt werden. Weiterer Fortbildungsbedarf besteht bei der Erstellung schulinterner Rahmenpläne und der Nutzung von neuen Medien.

Arbeitsschwerpunkte für das Schuljahr 2011/12

  • Kleist-Jahr 2011
  • Medienentwicklungsplanung
  • Evaluation des Projektes „Lernen lernen“
  • Umgang mit besonderen Problemlagen, z.B. Drogenproblematik
  • Evaluation des Schulprogramms

Evaluation

Die Erfahrungen des Ersten Bildungsweges lassen sich nicht auf den Zweiten Bildungsweg übertragen. Deswegen ist es notwendig, die Erfahrungen anderer Bundesländer zu nutzen.

Evaluationsmodelle anderer Bundesländer für den Zweiten Bildungsweg müssen dazu auf ihre Eignung überprüft werden. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt wird also sein, ein Modell der schulinternen Evaluation für unsere Schule zu erarbeiten.

Das Schulprogramm wird jährlich aktualisiert.